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Camping mit Hund: Auszeit für Hund und Besitzer

Ob gemeinsames Toben am Hundestrand, Planschen im See oder Wandern im Gebirge: Eine entspannende Auszeit kann die Beziehung von Tier und Hundebesitzer stärken. Liebt es Ihr Vierbeiner, neue Umgebungen gemeinsam mit seinem Besitzer zu erkunden, ist Camping mit dem Hund vielleicht genau das Richtige.

Die Vorteile, die sich beim Campingurlaub sowohl für den Halter als auch für den besten Freund des Menschen ergeben, liegen dabei auf der Hand. Beim Camping mit Hund:

  • bleibt der Vierbeiner bei seinen Bezugspersonen.
  • genießen Hund und Hundebesitzer große Flexibilität.
  • Sind Sie im Vergleich zum Hotelaufenthalt nur wenig auf die Hundefreundlichkeit anderer Gäste angewiesen.
  • reisen Sie üblicherweise mit Ihrem Besitz, das heißt, der Hund ist bereits mit der Einrichtung Ihres Zelts oder Wohnwagens vertraut.
  • verbringen Hund und Besitzer viel Zeit miteinander und haben so die Möglichkeit, das Vertrauen zueinander zu stärken.

Je nach Reiseziel bietet Ihnen ein Campingurlaub also eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit Ihrem vierbeinigen Liebling in den bayrischen Bergen zu wandern, am Nordsee-Strand zu spielen oder einfach vor dem Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt zu entspannen.

Doch damit das Camping mit Hund zur ersehnten Urlaubsfreude führen kann, will es gut geplant sein. Erfahren Sie hier, welche Vorbereitungen Sie treffen sollten, wenn Sie mit Ihrem vierbeinigen Freund in den Campingurlaub starten möchten.

Inhalt:

Den Campingurlaub planen – Vorüberlegungen

Den Hund auf den Urlaub vorbereiten

Checkliste für einen hundefreundlichen Campingurlaub

Den Campingurlaub planen – Vorüberlegungen

Ob das Camping mit Hund ein Erfolg werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sein können zum Beispiel:

  • das Alter sowie der Charakter des Tieres,
  • die Wahl des Reiseziels und die Länge der Fahrt,
  • der richtige Stellplatz sowie die Wahl der passenden Unterkunft,
  • die Qualität der Urlaubsvorbereitung.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, unter welchen Umständen es günstig ist, Ihren Hund mit in den Urlaub zu nehmen, lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber „Urlaub mit Hund“.

Alter und Persönlichkeit des Tieres

Ganz egal, ob die Reise an den Strand oder an einen anderen Ort geht: Bedenken Sie vor Ihrer Urlaubsplanung, dass jedes Tier individuell ist und eine Urlaubsreise somit ganz unterschiedliche Gefühle bei Ihrem Hund wecken kann. Gerade junge Hunde sollten zunächst mit ihren Bezugspersonen und ihrer Umgebung vertraut werden, bevor sie sich auf neue Eindrücke und Situationen einstellen. Um die Frage zu beantworten, ob Ihr Hund fürs Camping geschaffen ist, hilft es, wenn Sie Ihr Tier gut kennen: Ein von Natur aus aufgeweckter Hund, der die Abwechslung liebt, einen großen Bewegungsdrang hat und der gerne neue Menschen und Gegenden kennenlernt, wird vermutlich mehr Freude an einem Campingurlaub haben, als ein Tier, das die Ruhe in den vertrauten vier Wänden genießt.

Bei Ihrer Entscheidung hilft es zudem, einen Blick auf mögliche Erkrankungen des Tieres zu werfen. Denn ein Hund, der sich gesundheitlich nicht vollkommen wohlfühlt, möchte erfahrungsgemäß vor allem seine Ruhe. Daher kann es von Vorteil sein, vor Beginn Ihrer Reise einen Check-up-Termin beim Tierarzt zu vereinbaren. Planen Sie diesen frühzeitig ein, sodass eventuell ausstehende Impfungen nachgeholt werden können.

Die Wahl des Reiseziels

Bei der Planung des Campings mit Hund kann auch das Reiseziel einiges zum Erfolg Ihrer Reise beitragen. Sind Sie als Camper noch unerfahren oder können Sie noch nicht sicher einschätzen, wie Ihr Hund auf einen gemeinsamen Urlaub reagieren wird, mag ein Urlaub in der Nähe von Vorteil sein. So ist es möglich, wieder nach Hause zu fahren, sollten der Hund oder Sie sich während des Campingurlaubs unwohl fühlen. Zudem entfällt bei einem nahen Reiseziel die Anpassungszeit an ungewohntes Klima oder neues Essen und Sie sprechen die Sprache des Landes und kennen die Gepflogenheiten. Darüber hinaus können Sie grundsätzlich bequem in die einzelnen Bundesländer einreisen, ohne dass Sie auf die Einreisebestimmungen für Hunde achten müssen. Ein nahegelegenes Ziel hat zudem den Vorteil, dass es meist leicht erreichbar ist. Es eignet sich somit gerade gut für Hunde, die ungern mit dem Auto, Wohnmobil oder anderen Verkehrsmitteln unterwegs sind.

In Deutschland finden Sie ganz unterschiedliche Landschaften vor – hier können Sie also die Urlaubszeit mit Ihrem Hund je nach Ihren Vorstellungen im Gebirge, an Flüssen oder Seen, in Waldgebieten oder am Strand verbringen.

Planen Sie Ihren Campingurlaub im Ausland, sollten Sie sich für ein hundefreundliches Urlaubsland entscheiden. In der EU sind beispielsweise Österreich, Frankreich oder Schweden als hundefreundliche Länder bekannt. Informieren Sie sich bei Auslandsreisen frühzeitig über die Einreisebestimmungen für Hunde aus Deutschland. Führen Sie zudem während Ihres Urlaubs, insbesondere in einem Land der Europäischen Union einen EU-Heimtierausweis mit. Einen solchen stellt Ihnen Ihr Tierarzt aus.

Der passende Campingplatz für Ihren Hund

Das Camping mit dem Hund ist für Sie und Ihr Tier eine wichtige Auszeit, der Sie lange mit Vorfreude entgegengesehen haben – da ist es nur verständlich, dass Sie am besten bereits bei der Anreise entspannen und sich auf dem Campingplatz mit dem Hund willkommen fühlen möchten.

Für eine ruhige Anfahrt zu Ihrem Reiseziel sollten Sie sich frühzeitig darüber informieren, wie Sie zum Campingplatz gelangen können. Müssen Sie Verkehrsmittel benutzen, mit denen der Hund nicht gerne reist, etwa den Zug oder das Wohnmobil, haben Sie so noch Zeit, ihn daran zu gewöhnen.

Bringen Sie im Vorfeld auch in Erfahrung, ob Hunde auf dem Campingplatz Ihrer Wahl zugelassen und auch gerne gesehen sind. Um sich ein Bild darüber zu machen, wie hundefreundlich Ihr Campingplatz ist, kann eine Anfrage per Telefon von Vorteil sein. So bekommen Sie die Reaktion der Verantwortlichen schnell mit, wenn Sie Ihren Besuch mit Hund ankündigen. Liegt Ihr Campingplatz in der Nähe zu Ihrem Wohnort, können Sie auch vorbeifahren und ihn gemeinsam mit Ihrem Hund ansehen.

Unser Tipp:

Haben Sie einen Campingplatz in Erwägung gezogen, fragen Sie genau nach, welche Bestimmungen für den Aufenthalt mit dem Hund gelten. Es kann beispielsweise sein, dass Sie den Hund aus Rücksicht vor den anderen Gästen auf dem Gelände des Campingplatzes an der Leine führen müssen, oder dass der Campingplatz eine zusätzliche Gebühr für den Aufenthalt Ihres Hundes nimmt. Fahren Sie ans Meer, kann es sein, dass Hunde sich nicht am Strand aufhalten dürfen, oder dass ein spezieller Hundestrand für die Tiere eingerichtet ist.

Merkmale eines hundefreundlichen Camping- oder Stellplatzes

Sie sind sich nicht sicher, ob der ausgewählte Stellplatz beziehungsweise der Campingplatz hundefreundlich ist? Hier gibt es einige Kriterien, nach denen Sie Ausschau halten können. Hundefreundliche Stellplätze oder Campingplätze sind in der Regel:

  • auf weitläufigem Gelände, am besten in der Nähe zu einem Wald oder zu Wiesen angesiedelt.
  • in ihrer Ausstattung auf Hunde eingestellt: An diesen Orten finden sich zum Beispiel Hundespielplätze, Hundeduschen und weiteres Zubehör, das den Aufenthalt für Hund und Besitzer angenehm macht.
  • bei Hundehaltern beliebt. Vielleicht lassen Sie sich auch einen Campingplatz von einem erfahrenen Camper mit Hund empfehlen?

Haben Sie einen Campingplatz gefunden, auf dem Hunde willkommen sind, fragen Sie am besten auch gleich nach einem hundefreundlichen Ort, um Ihr Zelt aufzuschlagen oder, um mit dem Wohnmobil zu parken. Für Hunde angenehm ist ein Ort üblicherweise, wenn er durch Hecken abgegrenzt ist. Diese bieten einen Lärm- und Sichtschutz und geben Ihrem Hund die Möglichkeit für Ruhepausen. Sind Sie in der Nähe eines Strandes, kann eine Hecke auch ein guter Windschutz sein.

Den Hund auf den Urlaub vorbereiten

Erfahrene Camper wissen, dass sich ihre tierische Begleitung sowohl in einem Wohnmobil oder Wohnwagen als auch in einem Zelt wohlfühlen kann. Allerdings sollten Sie bei den Vorbereitungen zum Camping mit Hund die Eigenheiten der gewählten Unterkunft berücksichtigen.

Camping mit Hund im Zelt

Möchten Sie mit dem Zelt in Ihren Campingurlaub mit Hund starten, sollten Sie selbstverständlich die Größe des Zelts so wählen, dass der Hund und Sie gemeinsam dort ausreichend Platz finden. Um Ihren Hund an die neue Umgebung zu gewöhnen, empfiehlt es sich, das Zelt zunächst in Ihrem Zuhause aufzubauen. Richten Sie dem Hund einen gemütlichen Schlafplatz ein und legen Sie sein Spielzeug bereit. Idealerweise handelt es sich um Spielzeug, dass Sie auch in den Urlaub mitnehmen möchten. Geht es etwa an den Strand, fahren Sie also beispielsweise an die Nordsee oder an den Gardasee, legen Sie etwas ins Zelt, dass sich für einen Strandurlaub eignet.

Am besten planen Sie zur Vorbereitung auf den Zelturlaub probehalber ein paar Übernachtungen draußen mit dem Hund ein. Schlagen Sie das Zelt beispielsweise in Ihrem Garten auf. So gewöhnen Sie den Hund frühzeitig an Umgebungsgeräusche und er kann lernen, auch in dem sehr hellhörigen Zelt zu entspannen.

Unser Tipp: Achten Sie beim Campingurlaub mit dem Hund darauf, dass sich die Temperaturen für das Zelten eignen. Im Winter kann es im Zelt schnell zu kalt sein, im Sommer kann es sich leicht aufheizen. Treffen Sie hierfür Vorkehrungen, indem Sie zum Beispiel einen witterungsgeschützten Stellplatz auswählen. Auch Bekleidung für den Hund, etwa eine kühlende Weste im Sommer, kann helfen.

Im Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs

Viele Camper entscheiden sich für den Urlaub mit ihrem Hund dazu, das Tier in einem WohnwagenoderWohnmobil mitzunehmen. Im Vergleich zum Zelt bietet dies einige Vorteile. So sind die Wände des Wohnmobils dicker als Zeltwände und irritierende Geräusche dringen daher nicht so leicht hinein.

Haben Sie ein eigenes Wohnmobil, bietet es sich an, den Hund ebenfalls im Vorfeld an die Fahrt und den Aufenthalt zu gewöhnen. Richten Sie ihm hierfür ein gemütliches Plätzchen ein und statten Sie es mit bekanntem Spielzeug aus. Beachten Sie, dass Ihr Vierbeiner bei der Fahrt stets gesichert sein muss. Dies ist in einer Transportbox, einem Transportkäfig oder durch ein spezielles Sicherungssystem möglich. Wenn Sie vor dem Campingurlaub ein oder zwei Strecken mit Ihrem Hund im Wohnmobil zurücklegen möchten, achten Sie darauf, dass das Ziel für den Hund positiv besetzt ist. Fahrten zum Tierarzt verbindet Ihr Tier üblicherweise mit Schmerz oder Stress. Sie sind dementsprechend nicht hilfreich, wenn es darum geht, dem Hund die Angst vor der Fahrt zu nehmen.

Reisen Sie nicht mit dem eigenen Wohnmobil oder dem eigenen Wohnwagen, besteht die Möglichkeit, sich ein solches Gefährt für die Zeit Ihres Urlaubs zu mieten. Fragen Sie am besten explizit hundefreundliche Wohnmobile an, in denen Sie zusammen mit Ihrem Tier reisen können. Solche Wohnmobile können, je nach Modell, über Futter- und Wassernäpfe, eine hundefreundliche Möglichkeit der Belüftung sowie über eine Einstiegshilfe für gehschwache Vierbeiner verfügen.

Checkliste für einen hundefreundlichen Campingurlaub

Der Urlaub steht vor der Tür – haben Sie an alles gedacht, was Sie für das Camping mit Ihrem Hund benötigen? Hier ist unsere Checkliste. Neben dem üblichen Zubehör wie Leine, Halsband, und Spielzeug sowie einer Reiseapotheke für die Pflege des Tiers sowie mit Medikamenten benötigen Ihr Hund und Sie:

  • ein hundefreundliches Urlaubsland,
  • einen EU-Heimtierausweis bei Reisen innerhalb der Europäischen Union,
  • eine Unterkunft, also ein Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen,
  • relevantes Zubehör für den sicheren Transport,
  • einen Platz auf einem hundefreundlichen Stellplatz oder Campingplatz.

Ist alles verstaut, kann es auch schon losgehen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Camping mit Ihrem Hund!