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6 Wichtige Fragen zu Hundekrankheiten und Parasiten

Juckreiz und übler Geruch – typische Kennzeichen für Hautprobleme

Fragestellung:
Mein Golden Retriever badet gerne in einem sauberen Bach. Nun verströmt der Hund seit einiger Zeit einen üblen Geruch. Darüber hinaus kratzt er sich sehr häufig. Kann das am häufigen Baden liegen?

Tierärztin Barbara Welsch:
Wahrscheinlich leidet Ihr Hund unter Hautproblemen. Bei Symptomen wie Juckreiz und üblem Geruch sind jedoch viele Ursachen möglich: Parasitenbefall, Hormonstörungen, Stoffwechselerkrankungen oder andere innere Erkrankungen können hinter dem Problem stecken. Darum empfehle ich Ihnen, das Hautproblem von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Zusätzlich zur tierärztlichen Behandlung können Badebehandlungen und/oder Nahrungsergänzungsmittel die Heilung fördern. Wichtig dabei ist, dass Sie nur Produkte verwenden, die die Behandlung des Tierarztes auch tatsächlich unterstützen und nicht wirkungslos machen. Am besten lassen Sie sich sowohl von Ihrem Tierarzt als auch von Ihrem ZOO & Co. Fachhändler eingehend beraten.

Wasserrute und Hammelschwanz – eine schmerzhafte Erkrankung der Rute

Fragestellung:
Was ist eine Wasserrute oder ein Hammelschwanz?

Tierärztin Barbara Welsch:
Mit Wasserrute oder Hammelschwanz bezeichnet man eine schmerzhafte Erkrankung der Rute, bei der die Schwanzwurzel waagerecht vom Körper weggehalten wird und der Rest des Schwanzes schlaff herabhängt. Von dieser Rutenhaltung stammt der Name „Hammelschwanz“. Ihren Namen Wasserrute trägt die Krankheit hingegen, weil sie unter anderem nach dem Schwimmen auftreten kann. Die wahren Ursachen für die Erkrankung sind jedoch unbekannt. Betroffene Hunde müssen vom Tierarzt untersucht werden, ob nicht vielleicht eine andere Ursache, wie z. B. der Bruch eines Schwanzwirbels, für die ungewöhnliche Rutenhaltung verantwortlich ist. Da die Wasserrute sehr schmerzhaft ist, müssen betroffene Hunde mit Schmerzmitteln versorgt werden. Die gute Nachricht ist: Eine Wasserrute heilt nach einigen Wochen wieder völlig aus. Allerdings kann es auch immer wieder zu Rückfällen kommen.

Entzündungen bei Hautpilzinfektion – Ansteckungsgefahr für den Menschen!

Fragestellung:
Mein Hund Basco wühlt so gerne in Mäuselöchern. Nun hat er eine seltsame Entzündung auf der Nase und die Haare fallen dort aus. Was kann das sein und kann das vom Buddeln kommen?

Tierärztin Barbara Welsch:
Sehr gut beobachtet! Es ist tatsächlich möglich, dass sich Basco beim Wühlen in einem Mäuseloch mit einem Hautpilz infiziert hat, der nun die Ursache für die Entzündung ist. Diese Hautpilzinfektionen können recht hartnäckig sein, sind meist aber nicht gefährlich. Dennoch sollten Sie Ihren Hund von einem Tierarzt untersuchen lassen. Denn für eine eindeutige Diagnose sind verschiedene Tests nötig. Theoretisch kann solch eine Pilzinfektion von alleine wieder abheilen. Experten raten aber dringend zu einer konsequenten Behandlung, weil Hautpilze auch auf den Menschen übertragbar sind. Wenn Sie Basco nicht behandeln lassen, können Sie sich also bei ihm anstecken

Herbstgrasmilben – Symptome erkennen und dem Hund helfen

Fragestellung:
Mein Hund leckt derzeit intensiv seine Vorderpfoten. Zwischen seinen Zehen sind orangefarbene Punkte zu sehen. Was kann das sein und was kann man dagegen tun?

Tierärztin Barbara Welsch:
Wahrscheinlich hat sich Ihr Hund die Larven von Herbstgrasmilben eingefangen. Während sich voll entwickelte Herbstgrasmilben nur von Pflanzen ernähren, benötigen ihre Larven tierisches Eiweiß. Deshalb stechen sie Säugetiere und Vögel und saugen die Gewebsflüssigkeit ihrer Wirtstiere. Nach einigen Tagen fallen die Larven wieder ab. Die Wunden, die die Larven in die Haut piksen, sind zwar winzig, können aber zu Juckreiz und zu Entzündungen führen. Diese Symptome können auch nach dem Abfallen der Parasiten noch einige Zeit fortbestehen. Zur Bekämpfung der Herbstgrasmilben werden Antizeckenmittel eingesetzt. Juckreiz und Entzündungen können mit medizinischen Shampoos und Salben gelindert werden. Bei schweren Entzündungen und/oder anhaltendem Juckreiz muss das befallene Tier von einem Tierarzt behandelt werden.

Der Mensch ist krank – besteht Ansteckungsgefahr für den Hund?

Fragestellung:
Ich habe derzeit eine starke Erkältung. Kann ich eigentlich meinen Hund anstecken, bzw. wie kann ich eine Ansteckung verhindern?

Tierärztin Barbara Welsch:
Tatsächlich können sich Hunde bei einem erkälteten Menschen anstecken. Aber häufig erweisen sich unsere Vierbeiner in puncto Erkältung widerstandsfähiger als wir und werden nicht krank. Hundertprozentig verhindern kann man es allerdings nicht. Man kann das Ansteckungsrisiko allenfalls verringern, indem man sich vor jedem Kontakt mit dem Hund und vor der Futterzubereitung die Hände wäscht und desinfiziert. Ist man schwer krank, sollte man die Versorgung des Hundes – wenn möglich – einem gesunden Mitbewohner überlassen. Falls der Hund doch eine Erkältung bekommt, niest, hustet oder gar Fieber hat, sollte er von einem Tierarzt behandelt werden. Zusätzlich hält man ihn warm und ruhig und sorgt dafür, dass er sich nicht anstrengt. Wenn es sehr kalt und nass draußen ist, hält ihn ein Hundemantel beim Gassigang warm und trocken. Das Futter sollte möglichst breiig sein, um den entzündeten Rachen zu schonen. Eine warme Hühnerbrühe (ca. 36 Grad), in kleinen Portionen über den Tag verteilt, tut dem Vierbeiner gut und regt seinen Appetit an.

Husten, Schnupfen und Heiserkeit – Erkältungen beim Hund

Nicht nur Menschen, auch Hunde können sich eine Erkältung einfangen. Meist beginnt die Erkrankung mit einem rauen, schmerzhaften Hals: Die Tiere würgen und spucken. Häufig klingt auch das Husten eher wie ein Würgen. Bei leichtem Druck auf den Kehlkopf, z. B. beim Anlegen des Halsbandes, verschlimmern sich die Symptome. Nasenausfluss und Niesen können dazukommen.

So erkennen Sie eine Hunde-Erkältung:

  1. Wenn der Hund Erkältungssymptome zeigt, sollte man die Körpertemperatur messen. Dazu macht man die Spitze eines Digitalthermometers mit etwas Öl oder Gleitgel gleitfähig und führt es vorsichtig in den After des Hundes ein. Temperaturen von 37,5 °C (große ausgewachsene Hunde) bis 39 °C (eher kleine und sehr junge Hunde) sind im Normbereich.
  2. Betrachten Sie Nase und Augen des Hundes. Sind eitrige Verkrustungen zu sehen oder ist der Nasen- und Augenfluss eher klar und wässrig?
  3. Atmet Ihr Hund ohne Mühe, oder atmet er schwer? Sind Atemgeräusche (Pfeifen, Rasseln, Brummen) vernehmbar?
  4. Falls Ihr Hund Normaltemperatur und nur wenig wässrigen Ausfluss hat, er darüber hinaus mühe- und geräuschlos atmet und mit Appetit frisst, hat er vermutlich nur eine leichte Erkältung. Schonen Sie ihn, benutzen Sie beim Gassigehen lieber ein Geschirr als ein Halsband und geben Sie ihm Feucht- statt Trockenfutter zu fressen (das Feuchtfutter reizt den Hals weniger). Sonst müssen Sie vorerst nichts tun, nur wenn sich der Zustand verschlimmert, muss der Hund zum Tierarzt.
  5. Sofort zum Tierarzt muss der Hund jedoch, wenn er eine erhöhte Körpertemperatur, eitrigen Ausfluss oder Probleme beim Atmen hat.

Tipp vom Experten

Gezielt vorbeugen kann man einer Erkältung nicht, aber man kann durch gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft dafür sorgen, dass das Immunsystem des Hundes fit ist und besser mit den Erkältungserregern fertig wird.


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„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ weiß der Volksmund zu berichten. Diese grundlegende Weisheit gilt gleichermaßen für den Menschen und für seinen besten Freund – den Hund. Die Ernährung der geliebten Vierbeiner sollte daher einen genauso hohen Stellenwert haben, wie die eigene. Wir von ZOO & Co. haben die wichtigsten Regeln und Ernährungstipps für Hunde zusammengestellt. Die Zusammensetzung des Futters ist dabei nur ein Aspekt,  die richtige Ernährung für Hunde ist noch vielschichtiger.

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Nichts prägt das optische Erscheinungsbild einer jeden Hunderasse so stark wie das Haarkleid der Vierbeiner. Ob kurz oder lang, gewellt oder glatt, hell oder dunkel – damit das Fell in voller Pracht erstrahlen kann, ist die richtige Pflege unabdingbar. Dabei ist vor allem zu beachten, dass alle Felle jeweils im Frühjahr und zum Herbst hin den natürlichen Fellwechsel vollziehen. Ein eindeutiges Indiz dafür ist selbstredend der verstärkte Haarverlust Ihres Gefährten. In dieser Zeit sollten Sie Ihren Hund aktiv unterstützen.

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