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Wanderurlaub mit Hund: Tipps für die aktive Freizeitgestaltung

Ob Sie einen Tagesausflug allein mit Ihrem Tier planen oder eine Tour für mehrere Tage mit anderen Hundebesitzern: Ein Wanderurlaub mit dem Hund kann eine gelungene Abwechslung zum Alltag sein.

Wer mit seinem Vierbeiner schon einmal in der Natur unterwegs war, weiß, wie gut so eine Wanderung mit dem Hund tun kann. Diese bietet Ihnen alle Vorteile eines herkömmlichen Wanderurlaubs, also:

  • Bewegung
  • frische Luft
  • herrliche Landschaften
  • Flexibilität

Darüber hinaus verbringen Sie mehrere Stunden oder sogar einige Tage lang durchgehend Zeit mit Ihrem Hund und haben so die Möglichkeit, die Bindung zu Ihrem Tier zu stärken und die Erlebnisse der Reise mit dem Vierbeiner zu teilen.

Möchten Sie den Urlaub mit Ihrem Tier nicht vornehmlich in einem Ferienhaus oder einem Hotel verbringen, sondern steht die Bewegung im Vordergrund, ist gute Planung das A und O. Erfahren Sie hier, was Sie vor dem Wanderurlaub mit dem Hund beachten sollten, damit Mensch und Tier die Reise gleichermaßen als gelungen empfinden.

Inhalt:

Voraussetzungen für das Wandern mit dem Hund

Die Persönlichkeit von Hund und Halter

Kommandos, die Ihr Hund beherrschen sollte

Wanderurlaub: Allein mit dem Hund oder in einer Gruppe?

Reiseziel und Wanderwege auswählen

Übernachtungen während des Wanderurlaubs mit Hund

Wanderurlaub mit Hund: Den Rucksack packen

Voraussetzungen für das Wandern mit dem Hund

So romantisch es zunächst klingen mag – sind Sie mit Ihrem Tier allein in beinahe unberührter Landschaft unterwegs, setzt dies eine sorgfältige Planung sowie eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sowie der des Hundes voraus.

Grundsätzlich gelten hier dieselben Überlegungen wie bei jedem Urlaub mit dem Hund. Als Hundebesitzer sollten Sie also absehen können, ob Sie Ihrem Hund das Reisen zutrauen und dabei Faktoren wie Alter, Persönlichkeit und Gesundheit des Tieres berücksichtigen. Darüber hinaus ist es unter anderem wichtig, ein hundefreundliches Reiseziel sowie Verkehrsmittel für die An- und Abreise zu wählen, die Ihrem Tier entgegenkommen.

Die Persönlichkeit von Hund und Halter

Ist Ihr Hund genauso wanderfreudig wie Sie? Das gilt es herauszufinden, bevor Sie mit dem Tier in einen ausgedehnten Wanderurlaub starten. Auch Hunde sind in ihrer Persönlichkeit sehr individuell: Während manche Tiere kleine Faulpelze sind, können andere gar nicht genug davon bekommen, an der frischen Luft herumzutollen. Teilweise können die Emotionen des Hundebesitzers auch auf seinen Vierbeiner übergehen: Haben Sie selbst Freude am Wandern, so kann es gut sein, dass diese sich auch auf Ihren Hund überträgt.

Mehrere Stunden oder einige Tage – wie lang sollte eine Wanderung mit dem Hund sein? Diese Frage lässt sich nur für den Einzelfall beantworten. Sind Sie ein erfahrener Wanderer, der seinen Hund gut kennt, können Sie eher für mehrere Tage oder sogar Wochen wegfahren. Als Anfänger hingegen sollten Sie bei der Planung Ihrer Tour einen besonderen Fokus daraufsetzen, dass Sie bei Schwierigkeiten jederzeit wieder nach Hause kommen können.

Um ein Gefühl dafür zu erhalten, wie viel Bewegung Ihr Hund benötigt, beginnen Sie am besten mit kleinen Spaziergängen, die Sie nach und nach verlängern. Auf diesen Ausflügen können Sie bereits spielerisch die wichtigsten Kommandos für Ihre Reise trainieren – denn beim Wanderurlaub mit dem Hund ist es wichtig, dass Sie und Ihr Tier sich in einem Ernstfall gegenseitig aufeinander verlassen können.

Kommandos, die Ihr Hund beherrschen sollte

Während der Wanderung, sei sie nun einige Stunden, einige Tage oder einige Wochen lang, ist Ihr Tier Ihr Partner. Daher ist es wichtig, dass Sie sich gegenseitig gut kennen und vertrauen.

Essenziell ist bei jedem Wanderurlaub mit Hund, dass Sie das Jagdverhalten Ihres Hundes kontrollieren können. Im Wald kann es schnell passieren, dass Ihr Hund einem Kaninchen oder sogar einem Reh hinterherjagt, in vielen Regionen der Alpen gehen die Verlockungen für Ihren Vierbeiner besonders von Gämsen und Murmeltieren aus und gerade im Allgäu hat das Zusammentreffen von Hund und Kuh schon oft in riskanten Situationen geendet. Ein stürmisches Davonrennen des Hundes kann gerade im Gebirge schnell lebensgefährlich werden, da Hunde, die impulsiv reagieren, oft Klippen übersehen oder auf unwegsamem Gelände stürzen. Um Verletzungen vorzubeugen, spielt die Leinenführigkeit eine bedeutende Rolle. Gerade in den Alpen oder in einer anderen Berglandschaft sollten Sie darauf achten, dass der Hund an der Leine keinen Zug hat, da dies unter Umständen zu Problemen führen kann. Zudem ist es in den Bergen aufgrund der Strangulationsgefahr wichtig, die Leinenführigkeit auch am Geschirr zu trainieren.

Je nachdem, wo die Reise hingehen soll und mit wem Sie unterwegs sein werden, gibt es darüber hinaus einige Kommandos, auf die Ihr Hund sicher hören sollte.

  • „Warte!“ und „Bleib!“: Läuft der Hund voraus, so können Sie ihn mit einem Befehl wie „Warte!“ dazu bringen, stehen zu bleiben. Dies eignet sich insbesondere bei uneinsichtigem Gelände, um Unfällen vorzubeugen. Möchten Sie vorangehen, um sich den Weg genauer anzusehen, kann das Kommando „Bleib!“ von Vorteil sein.
  • „Langsam!“: Gerade bei abschüssigen oder anderweitig schwierigen Wegen ist es wichtig, dass der Hund trittsicher läuft. Mit einem Kommando wie „Langsam!“ oder „Vorsichtig!“ erinnern Sie Ihren vierbeinigen Liebling daran, seine Schritte mit Bedacht zu wählen.
  • „Vorweg!“ oder „Hinter mir!“: Müssen Sie steiles Gelände erklimmen, das Ihr Hund nicht ohne Ihre Unterstützung meistern kann, kann es notwendig sein, dass er vor Ihnen läuft. So können Sie ihm eine Hilfestellung und die notwendige Sicherheit bieten. Um Ihrem Hund zu sagen, dass er vorausgehen soll, eignet sich das Kommando „Vorweg!“. Umgekehrt ist es auch möglich, dass der Hund hinter Ihnen gehen soll. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Ihnen eine Gruppe Wanderer entgegenkommt. Hier ist es wichtig, dass Ihr Hund den Befehl „Hinter mir!“ kennt.

Wanderurlaub: Allein mit dem Hund oder in einer Gruppe?

Ist Ihr Hund genauso begeistert vom Wandern wie Sie selbst und können Sie sein Verhalten während einer Tour gut absehen, sollten Sie im nächsten Schritt die Route für Ihren Wanderurlaub mit dem Hund aussuchen. Grundsätzlich haben Sie die Wahl, ob Sie lediglich allein mit Ihrem Hund die Natur genießen oder aber mit einer Gruppe wandern gehen möchten.

Entscheiden Sie sich für das Wandern in der Gruppe, ist es wichtig, sich im Vorhinein abzusichern, dass jede Person den Hund als Wanderpartner akzeptiert. Einige Reiseveranstalter haben sich speziell auf Wanderurlaube mit Hunden spezialisiert. Schließen Sie sich für einige Tage einer solchen Wandergruppe an, können Sie sicher sein, stets hundefreundliche Begleiter um sich herum zu wissen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Reiseführer Wege auswählen, die sich mit Hunden gut meistern lassen und – bei Ausflügen, die über mehrere Tage gehen – in Unterkünften übernachten, in denen Hunde willkommen sind. Allerdings sollten Sie im Vorfeld darauf achten, dass Ihr Hund die Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Wanderung mit anderen Hunden erfüllt. So muss sich Ihr Tier etwa mit anderen Hunden vertragen. Viele Veranstalter setzen zudem bestimmte Impfungen, etwa gegen Tollwut, voraus. Vereinbaren Sie also frühzeitig vor dem geplanten Urlaub einen Termin beim Tierarzt. So können Sie die Gesundheit Ihres Vierbeiners überprüfen lassen und gegebenenfalls fehlende Impfungen nachholen.

Reiseziel und Wanderwege auswählen

Auch, wenn Sie allein mit Ihrem Hund wandern, ist eine hundefreundliche Atmosphäre wichtig. Ob während der Wanderung, im Hotel oder Ferienhaus, auf der Wanderhütte oder dem Campingplatz: Eine Infrastruktur, die auf Hunde eingestellt ist, erleichtert Ihnen vieles und kann für Entspannung bei Ihnen und Ihrem Tier sorgen. Achten Sie also bei der Wahl Ihres Reiseziels sowie Ihrer Unterkunft auf eine hundefreundliche Umgebung. Möchten Sie für Ihren Wanderurlaub mit dem Hund ins Ausland reisen, ist es wichtig, dass Sie sich zunächst über die Einreisebestimmungen für sich und Ihren Hund informieren. Grundsätzlich gelten viele EU-Länder, etwa Österreich, Tschechien, Schweden und Dänemark als sehr hundefreundlich.

Innerhalb Deutschlands ist gerade Bayern als hundefreundliches Bundesland bekannt – unter anderem aus diesem Grund sind Wanderungen in den bayrischen Alpen bei Hundehaltern sehr beliebt. Hier gibt es zahlreiche Wanderwege, auf denen Wanderer mit ganz unterschiedlichem Leistungsniveau die Landschaft genießen können. Während der Planung Ihrer Wege sollten Sie darauf achten, dass Sie etwaige Bestimmungen für Hundehalter einhalten können. So sind beispielsweise in Nationalparks nicht immer Hunde erlaubt und in vielen müssen die Tiere angeleint sein. Sind Sie nicht sicher, ob auf jedem Ihrer Wanderwege Hunde gestattet sind, kontaktieren Sie die Verantwortlichen, damit Sie frühzeitig Vorkehrungen treffen können.

Übernachtungen während des Wanderurlaubs mit Hund

Wenn Ihr Wanderurlaub mit dem Hund mehrere Tage andauern soll, ist es hilfreich, sich vor Beginn der Reise nach geeigneten Unterkünften umzusehen. Das kann je nach Urlaubsland und Reiseziel mal mehr und mal weniger leicht sein.

Gerade bei einer Wanderung in den Bergen, etwa im Allgäu, tun sich Wanderer mit Hund oftmals schwer, spontan eine hundefreundliche Almhütte zu finden. Ist das Schlafen im Innenbereich aus Rücksicht vor den anderen Gästen nicht möglich, können Sie möglicherweise auch vereinbaren, dass Ihr Hund draußen, beispielsweise in einer Hundehütte, übernachtet.

Eine Unterkunft im Zelt mag für Sie vielleicht verlockend klingen. Allerdings ist es vielerorts verboten, in freier Landschaft zu campen. Auch hier sollten Sie sich frühzeitig informieren, ob eine Übernachtung im Zelt an Ihrem Wunschort gestattet ist.

Bei der Suche nach einer hundefreundlichen Unterkunft hilft es auch oft, andere Hundebesitzer zu fragen. Vielleicht kennen Sie ja einen begeisterten Wanderer, bei dem Sie sich vor Ihrem Wanderurlaub mit Hund über Unterkünfte, in denen Vierbeiner willkommen sind, informieren können?

Wanderurlaub mit Hund: Den Rucksack packen

Eine besondere Herausforderung, die den Wanderurlaub mit Hund von einer üblichen Reise abhebt, ist das Packen des Wanderrucksacks. Hier gilt: Wählen Sie das Reisegepäck so aus, dass Sie für alle Eventualitäten gerüstet sind und es zudem gut über längere Strecken tragen können.

Die richtige Ausrüstung für Ihren Vierbeiner

Was für Sie gilt, gilt selbstverständlich auch für Ihren Vierbeiner. Machen Sie sich also frühzeitig Gedanken darüber, was Ihr Hund während eines Wanderurlaubs benötigt.

Die Wahl des richtigen Futters ist beispielsweise ein wichtiger Faktor. In der freien Landschaft, in der Sie kaum die Möglichkeit zum Waschen und Trocknen von Gefäßen haben, möchten Sie wahrscheinlich weder für sich noch für Ihren Hund aufwendige Mahlzeiten zubereiten. Nassfutter mag grundsätzlich bei Hundebesitzern beliebt sein – auf einer Wandertour ist es allein vom Gewicht her störend. Auch BARF bringt beim Wanderurlaub mit dem Hund logistische Schwierigkeiten mit sich und empfiehlt sich auf Touren von mehr als einem Tag aufgrund seiner kurzen Haltbarkeit eher weniger. Viele Hundebesitzer setzen daher auf Trockenfutter. Achten Sie darauf, dass sich aufgrund der geringen Flüssigkeit im Futter der Wasserbedarf erhöhen kann. Daher sollten Sie auch Gefäße, idealerweise bekannte Wasser- und Futternäpfe, mitnehmen.

Zudem ist es wichtig, mit der richtigen Leine in den Urlaub zu starten. Auch wenn Ihr Hund aufs Wort hört, gibt es zahlreiche Orte, zum Beispiel Nationalparks, an denen die Tiere an der Leine zu führen sind. Gerade in den Bergen können Schleppleinen oft zusätzliche Hindernisse und Stolperfallen sein. Daher sind meistens Flexi- oder andere Leinen zum Umhängen die bessere Wahl. Bei Wanderungen im Gebirge, etwa im Allgäu, sollten Sie Ihren Hund zusätzlich zum bekannten Halsband auch an ein Geschirr gewöhnen, um Verletzungen vorzubeugen.

Sind Sie und Ihr Hund während Ihres Wanderurlaubs extremen Temperaturen ausgesetzt, kann Bekleidung für das Tier helfen, es zu wärmen oder zu kühlen. Eine Sicherheitsweste mit Leuchtfunktion macht Ihren Liebling auch im Dunkeln sichtbar. Möchten Sie, dass Ihr Hund während des Urlaubs Bekleidung trägt, ist es ratsam, ihn frühzeitig mit solchen Westen vertraut zu machen.

Ihr Hund hat ein Lieblingsspielzeug, das noch in Ihren Rucksack passt? Nehmen Sie es mit. Viele Hunde beruhigt die Anwesenheit bekannter Gegenstände wie Spielzeuge oder Decken und lässt sie auch in neuer Umgebung schnell entspannen.

Das Erste-Hilfe-Set

Unerlässlich bei einer Outdoor-Aktivität, wie einem Wanderurlaub mit dem Hund, ist ein Erste-Hilfe-Set. Für Ihren Hund sollte dieses standardgemäß folgendes enthalten:

  • Wasser zur Abkühlung und zum Säubern von Wunden
  • eine Rettungsdecke zum Schutz vor extremer Witterung
  • eine Schere
  • Tücher zur Wundreinigung
  • eine Zeckenzange
  • mehrere Holzspatel zur Untersuchung des Mauls
  • mehrere Rollenpflaster und Mullbinden
  • einen Druckverband
  • ein Fieberthermometer
  • Telefonnummern für den Notfall

Sie haben den Wanderurlaub mit Hund vorausschauend geplant und Ihr Wandergepäck steht bereit? Dann kann es auch schon losgehen. Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Wanderurlaub mit Ihrem Hund!