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Unsere Themen im Aquaristik-Ratgeber

Guppys

Der Guppy: ein farbenfroher Aquarienfisch

Die aus dem Norden Südamerikas stammenden Guppys (Poecilia reticulata) sind nicht nur plakativ bunt gefärbt, sondern auch problemlose Aquarienbewohner. Erfahren Sie jetzt bei ZOO & Co. mehr über die possierlichen Karpfenfische.

Mittlerweile kommen Guppys auf der ganzen Welt vor, denn sie wurden in vielen Ländern ausgesetzt, um die Larven der Anopheles-Mücke und somit den Übertragungsweg von Malaria zu bekämpfen. Guppys bringen wie alle Lebendgebärenden Zahnkarpfen lebende Junge zur Welt, denen die Eltern mehr oder weniger stark nachstellen. Die Weibchen sind ca. 30 % größer als die Männchen und weniger bunt gefärbt. 

Haltung & Fischfutter für Guppys

Guppys lassen sich gut im Aquarium halten und bevorzugen ein leicht hartes, alkalisches Wasser wie es in den meisten deutschen Haushalten aus der Leitung kommt. Heutzutage über „die Guppyzuchtform“ zu sprechen wäre nicht richtig, denn neben den klassischen Triangel-Guppys, die im Zoofachhandel zu finden sind, gibt es eine große Zahl genau definierter Guppy-Zuchtformen mit exakt festgelegter Form und Farbe der Beflossung.

Guppys sind Schwarmfische, die schnell ihr ganzes Zuhause in Besitz nehmen. Typischerweise leben in einem Schwarm mehr Weibchen als Männchen. Das Aquarium, mindestens 50 Liter, sollte größtenteils dicht bepflanzt sein. Das macht das Abenteuer „Guppys beobachten“ noch attraktiver. Mit einer Wassertemperatur von 18 bis 28 °C, einer Wasserhärte von 10 bis 30 GdH und 6 bis 8,6 pH fühlen sich die 3 bis 5 cm großen Südamerikaner schnell in Ihrem Wohnzimmer oder Büro wohl.

Was ihr Menü betrifft, sind die Karpfenfische als Allesfresser keine Gourmets. Dennoch wissen Guppys genau, was sie verköstigt bekommen wollen: abwechslungsreiche, gerne kleinere und pflanzenhaltige Happen. Allerdings freuen sich Ihre Fische nicht nur über Trockenfutter, sondern auch über Lebendfutter als willkommene Abwechslung. Letzteres Futter stellt die Zufuhr wichtiger Nährstoffe sicher. Als Lebendfutter für Guppys eignen sich beispielsweise Salinenkrebse, Mürkenlarven sowie Wasserflöhe. Guppys fressen übrigens im Aquarium gerne Algen zur Nahrungsergänzung.

Guppy-Fortpflanzung leicht gemacht

Die Geschlechter zu unterscheiden ist einfach, denn die Männchen der Guppys haben charakteristisch vergrößerte und bunte Rücken- und Schwanzflossen sowie ein Begattungsorgan, das Gonopodium. Letzteres wird auch als Afterflosse bezeichnet. Die Afterflosse wird an der Geschlechtsöffnung des Weibchens verankert und die Spermien abgegeben. Die vom Weibchen aufgenommenen Spermien überleben eine lange Zeit und können mehrere Würfe befruchten.

Aus einem kleinen Schwarm kann bald eine Großfamilie werden: Guppys, die durchschnittlich vier Jahr alt werden können, sind sehr leicht zu vermehren. Ihrer Fortpflanzungsfreude verdanken sie auch den Beinamen "Millionenfisch". Die weiblichen Jungtiere werden mit circa drei Monaten geschlechtsreif, können aber schon einige Zeit vor der ersten Trächtigkeit begattet werden. Die nahende Geburt der Jungfische erkennen Sie an einem Trächtigkeitsfleck, der kurz vor der Geburt auf dem Bauch des Weibchens erscheint. Für aufmerksame Beobachter gibt es aber schon vorher Erstaunliches zu entdecken: Weibchen wählen lieber Partner, die schon einschlägige „Erfahrung“ haben, auch „Nachahmungseffekt“ genannt. Männliche „Jungfrauen“ haben es daher schwer, sich zu beweisen. Damit steigern die Weibchen ihre Erfolgsaussichten, zum Erhalt der Art beizutragen.

Konkurrenz verdrängen und Nahrung sichern – dazu setzen die Männchen eine etwas aggressivere Strategie ein: Sie stören die Weibchen anderer Fischarten beim Balzen und blockieren so deren Fortpflanzung. Diesen vergeht nach den Störungen der Guppys meist schlichtweg die Lust.

Wissenswertes über Guppys: DGLZ & Namensgebung

Es gibt unter Aquarianern so viele Fans des "Millionenfischs", dass 1973 ein eigener Verein gegründet wurde. Die Deutsche Gesellschaft für Lebendgebärende Zahnkarpfen (DGLZ) finden Sie unter www.dglz.de. Gerade den Wildformen des Guppys wird hier besondere Beachtung geschenkt. Zu den Wildformen zählt beispielsweise der Endlers Guppy. Dieser kommt endemisch im nördlichen Venezuela vor. Beim Endlers Guppy handelt es sich ebenfalls um einen Lebendgebärenden Zahnkarpfen.

Der Name Guppy bezieht sich übrigens auf den Naturforscher Robert John Guppy (1836–1916), der 1866 mehrere Tiere an das Britische Museum schickte. Obwohl es sich um eine versehentliche Doppelbeschreibung des schon bekannten Poecilia reticulata handelte, blieb den Fischen der Name „Guppy“ treu. 


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