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Unsere Themen im Aquaristik-Ratgeber

Lebendfutter für Aquarienfische

Lebendfutter als wertvolles Ergänzungsfutter

Vor der Erfindung der haltbaren Futterflocke durch Dr. Baensch (Tetra) war Lebendfutter die fast einzige Ernährung für Aquarienfische.

Im Sommer war die Beschaffung von Lebendfutter kein Problem und es wurde fleißig "getümpelt", um die Fische zu versorgen. Im Winter aber war man auf Futtertierzuchten angewiesen, da auf die natürlichen Bestände nicht mehr zugegriffen werden konnte. Sowohl das Tümpeln als auch Futtertiere zu züchten, war sehr zeitaufwendig. Und mit der ersten Methode konnte man sich auch unliebsame Parasiten in das Aquarium einschleppen. Das heutzutage im Zoofachhandel angebotene Lebendfutter stammt zu 90 % aus Zuchten und ist somit extrem sauber. Die normalerweise in Plastikbeutel eingeschweißten Futtertiere sind nicht für die ausschließliche Ernährung der Aquarienfische gedacht (dafür ist es auch zu teuer), sondern sind eine sinnvolle Nahrungsergänzung.

Warum ist Lebendfutter als Fischnahrung besonders wertvoll?

Lebendfutter erfüllt gleich mehrere Funktionen: Es regt den Beuteinstinkt der Aquarienfische an und ist somit ein wichtiger Baustein der artgerechten Tierhaltung. Das Zuschauen macht ebenfalls Spaß, denn die Aktion, die Fische bei der Fütterung von lebenden Futtertieren an den Tag legen, kann man bei Flockenfutter nicht beobachten. Ganz wichtig ist aber die Qualität der Nährstoffe: Es gibt kein frischeres Futter als Lebendfutter. Nichts ist konserviert oder haltbar gemacht und die mit dem Futtertier aufgenommenen Proteine und Enzyme arbeiten noch. Die im Darm der Futtertiere enthaltenen Mikroorganismen ergänzen die Darmflora der Aquarienfische und optimieren die Verdauung auch von Fertigfutter.

Alles gute Gründe, einmal pro Woche den ZOO & Co. Händler Ihres Vertrauens aufzusuchen und für die Aquarienfische auf die Futtertierjagd zu gehen.

Lebendfutter: Die Möglichkeiten

Wenn Sie Ihre Aquarientiere artgerecht ernähren möchten, kommen unter anderem folgende Futtertiere in Frage:

Artemia

Artemia salina, so heißen die bekannten Kleinkrebschen. Sie sind das wohl bekannteste Zierfisch-Lebendfutter. Die erwachsenen Tiere werden etwa 12 cm groß. Bei ZOO & Co. erhalten Sie Aufzuchtsets, womit wenigstens der Schlupf ganz leicht ist. Auch viele Garnelen-Arten fressen übrigens gerne Artemia salina.

Weiße Mückenlarven

Gern auf dem Speiseplan unserer Zierfische stehen die Larven der nicht stechenden Büschelmücke, Chaoborus spec. Sie kommen meist in sauberen Gewässern vor und sind auch in den Wintermonaten verfügbar. Vorsicht: Sie sollten nicht in den Aufzuchtbehälter kommen, da sie dort eine Gefahr für die Jungtiere darstellen können. Weiße Mückenlarven können Sie auch an Garnelen verfüttern.

Rote Mückenlarven

Die Larven der Zuckmücken haben wegen ihrer zuckenden Bewegungen und der roten Farbe eine hohe Anziehungskraft auf alle Fische und werden daher gerne als Lebend-Fischfutter eingesetzt. Manche Menschen reagieren allerdings allergisch auf die Begegnung mit den Larven. Das äußert sich in Juckreiz und Hautrötungen.

Schwarze Mückenlarven

Sie holen an der Wasseroberfläche Luft. Die Larven der Gattung Culex mögen nicht alle Fischarten, aber sie fördern den Laichansatz. Vorsicht ist gebeten, wenn zu viel gefüttert wird, denn übrig gebliebene Tiere verpuppen sich und schlüpfen recht schnell – dann haben Sie die Mücken in der Wohnung.

Wasserflöhe

Die hartschaligen Wasserflöhe werden etwa 1 – 3 cm groß. Sie sind ein sehr ballaststoffreiches Futter. Sie werden zum noch gesünderen Futter, wenn man sie vor der Fütterung „Algenbrühe“ filtrieren lässt. So nehmen die Fische neben dem Fleisch der Wasserflöhe auch noch Grünfutteranteile auf. 


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