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Steckbrief: Der Magyar Vizsla

Der ungewöhnliche Name des Jagdhunds Magyar Vizsla erklärt sich aus seinen ungarischen Wurzeln und bedeutet so viel wie „Ungarischer Zeiger“. Aber auch abseits der Jagd zeigt dieser Vorstehhund, warum er schon vor über 600 Jahren die Menschen erfreute.

Bereits in Dokumenten aus dem 14. Jahrhundert findet der Magyar Vizsla erste Erwähnung. Seither ist der Vizsla, wie dieser mittelgroße Jagdhund auch verkürzt genannt wird, ein permanenter Begleiter des Menschen. Spätere Wanderungen ungarischer Stämme beschreiben den Anfang des grenzüberschreitenden Siegeszuges dieses eleganten Tieres in ganz Europa. Nicht nur sein Einsatz als Vorstehhund bei der Jagd, sondern auch sein Äußeres machten ihn schnell auch für den Adel attraktiv. So stieg die Begeisterung für diese Rasse im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts stetig, wozu auch sein liebevolles Wesen beitrug. Feststehende Rassenstandards, wie wir sie heute kennen, gab es damals jedoch noch nicht, sodass mit der eigentlichen Zucht des Magyar Vizsla erst um 1920 begonnen wurde.

Der beliebte Jagdbegleiter kommt in zwei anerkannten Rassen vor, dem Kurz- und Drahthaar Vizsla. Letzterer entstand in den Dreißigern des 20. Jahrhunderts durch die Kreuzung mit dem Drahthaarigen Deutschen Vorstehhund. Sein Fell ist ca. 2-3 cm lang. Beide Rassen bestechen durch ihr goldbraunes, auch als „semmelgelb“ bezeichnetes Fell, das einst der Tarnung im hohen Steppengras diente. Es betont zudem die muskulöse Statur des Vizsla, die maßgeblich für seine Ausdauer und Agilität verantwortlich ist. Kleinere weiße Flecken im Brustbereich werden laut Rassenstandards akzeptiert. Das Durchschnittsalter liegt bei 12-14 Jahren und die Widerristhöhe zwischen 54 und 64 cm

Mensch und Hund – das Zusammenleben

Als Jagdhund wurden dem Vizsla das Zusammenleben und ebenso die Zusammenarbeit mit dem Menschen seit jeher in die Wiege gelegt. Wer also einen treuen Begleiter sucht, sich eine starke Mensch-Tier-Bindung wünscht und bestenfalls (aber nicht zwingend) leidenschaftlich dem Jagdsport nachgeht, der findet mit dem Magyar Vizsla den perfekten Partner auf vier Pfoten. Im Bereich der Jagd beschränken sich seine Einsatzmöglichkeiten nicht nur auf die primäre Eigenschaft des Vorstehhundes. Der vielseitige Jagdgebrauchshund besitzt zudem auch ein ausgeprägtes Apportierverhalten und fühlt sich, dank seiner großen Wasserfreudigkeit, nicht nur im Feld und im Wald, sondern eben auch im Wasser zuhause. An einem schwimmfähigen Trainings-Dummy wird Ihr Magyar Viszla deshalb sicher viel Freude haben. In Ihren eigenen vier Wänden findet der Vierbeiner darüber hinaus auch seinen Platz. Sein umgängliches Naturell und seine angeborene Anpassungsfähigkeit tragen dazu bei und gestalten das Zusammenleben mit ihm sehr angenehm und problemlos. Somit eignet sich der treue Ungar ideal auch als Familienhund, der höchstens der Anerkennung jedes Familienmitglieds hinterherjagt. Fehlende Jagdaktivitäten müssen dann jedoch mit ausreichender Beschäftigung wettgemacht werden. Sollten sie daher nicht über ein Haus mit einem großen Garten verfügen, sind die Nähe zur freien Natur und ausreichend Zeit für die Haltung eines Vizslas elementar.

Charakter und Erziehung

Mit dem Vizsla holen Sie sich ein sehr lebensfrohes Tier in Ihr Leben. Dieser Frohsinn drückt sich in seiner Lebhaftigkeit und in seiner menschenfreundlichen Art aus, die von einer ausgeprägten Anhänglichkeit gekrönt wird. Vizslas sind daher mehr als reine Haustiere. Sie sind treuer Lebenspartner, dem eine enge Bindung zu seinem Herrchen ebenso wichtig ist wie Gehorsamkeit und Lernbereitschaft. Doch damit Sie aus diesem Pool von herausstechenden Qualitäten schöpfen können, müssen Sie stets auch die hohe Sensibilität des Ungarn bedenken. Grobe Behandlung, raue Erziehungsmethoden und Einsamkeit verträgt dieser Hund nicht. Des Weiteren ist zu bedenken, dass Jagdhund auch fern der Jagd Jagdhund bleibt. Zwergkaninchen, Meerschweinchen und anderes Kleingetier sind vor seinem Jagdinstinkt nicht sicher - genauso wenig wie der Käfig, in dem sich selbiges befindet. Darüber hinaus sind Vizslas äußerst intelligente Lebewesen. Ihre Erziehung muss daher aus einer gesunden Mischung aus Konditionstraining und mentaler Forderung bestehen, weshalb eine gewisse Hundeerfahrung von Seiten des Halters für ein harmonisches Zusammenleben ratsam ist. Respektieren und beachten Sie allerdings die besonderen Charaktereigenschaften Ihres neuen Gefährten, befriedigen Sie sein Zuwendungsbedürfnis und erziehen Sie ihn sanft und doch konsequent, finden Sie mit Ihrem Vizsla einen Freund fürs Leben.

Pflege

Die Pflege des ungarischen Vierbeiners gestaltet sich bei beiden Zuchtvarianten als relativ unspektakulär. Dank des kurzen Fells ist dieses nahezu selbstreinigend und muss lediglich bei den drahthaarigen Vertretern hin und wieder getrimmt werden. Selbst bei groben Verschmutzungen genügt oft das Abrubbeln mit einem Handtuch, denn zu häufiges Baden mit Pflegemitteln lässt das Fell zu weich werden. Nach ausgiebigen, artgerechten Außenaktivitäten, die das Schneiden der Krallen übrigens unnötig machen, empfiehlt es sich zudem, das Fell auf hängengebliebene Dornen oder sonstige störende Naturmitbringsel zu untersuchen. Auch die Ohren Ihres Vizslas sollten Sie mindestens einmal pro Woche untersuchen und diese gegebenenfalls mit einem entsprechenden Ohrreiniger säubern.

Wussten Sie schon...?

Seit den 1990er Jahren wird der Magyar Vizsla auch vermehrt als Therapiehund eingesetzt. Als sogenannte "Besuchshunde" oder "Therapiebegleithunde" fungieren die Vizslas als speziell geschulte Co-Therapeuten, deren Anwesenheit sich positiv auf die Kommunikationsbereitschaft der Patienten auswirkt.


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